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Tag 4 der Special Olympics Nationalen Spiele. Der Wecker klingelt, der Körper meldet sich: Muskelkater in jeder Faser. Die 30.000 Schritte von gestern stecken noch in den Beinen. Aber dann die Anreise – bekannte Sportler winken, grüßen, freuen sich. Die Motivation ist sofort wieder da, noch bevor der Tag richtig begonnen hat.
Über 30 Grad, kaum eine Wolke am Himmel. Kein Tag für den Bürostuhl.
Wasserausgabe in der Sonne
Die Wasserausgabe steht an. Zwei Stunden in der prallen Sonne, über 30 Grad, kaum Schatten. Die Sonne brennt auf die Haut, der Schweiß läuft. Aber die Athleten kommen, einer nach dem anderen. Sie brauchen Wasser – zum Trinken, über den Kopf, über die Arme. Jeder Schluck, jede Abkühlung hilft ihnen, weiterzumachen. Und sie geben ihr Bestes, trotz der Hitze, trotz der Erschöpfung.
Das ist der Moment, in dem man merkt: Hier geht es nicht um Komfort. Hier geht es darum, dass die Athleten ihre Leistung bringen können. Dafür steht man in der Sonne.
Mike Schwenke – Gold nach langer Zeit
Am Nachmittag dann der Moment. Mike Schwenke tritt an zum Kugelstoßen. Er hat lange darauf gewartet. Und dann: Gold. Die Freude ist riesig, die Erleichterung spürbar. Wir helfen ihm auf die Schultern und tragen ihn von der Bühne. Das ist kein inszenierter Moment, das ist echt. Ein Athlet, der nach langer Zeit wieder ganz oben steht, und alle um ihn herum teilen diesen Erfolg mit ihm.
In solchen Augenblicken vergisst man die Hitze, den Muskelkater, die Erschöpfung.
Nina und das Stadion
Am Abend dann Nina. 5000 Meter bei über 30 Grad. Sie kämpft sich durch, jeder Schritt ist spürbar. Die Hitze steht über dem Stadion, die Luft flimmert. Aber das Stadion lebt mit ihr. Das ganze Stadion jubelt einer Person zu. Ein bewegender Moment, der zeigt, was Special Olympics ausmacht: Leistung würdigen, egal unter welchen Bedingungen. Gemeinsam feiern, gemeinsam durchhalten.
Vier weitere Läufe und der Feierabend
Vier weitere 5000-Meter-Läufe ab 17:20 Uhr, jeder bei derselben Hitze, derselben Sonne. Die Athleten geben alles, wir versorgen sie mit Wasser, feuern sie an. Irgendwann gegen 20 Uhr sind die Rennen durch. Dann heißt es: Stadion aufräumen. Sonnenschirme zusammenpacken, Startblöcke verstauen, alles zurück an seinen Platz.
Danach dann die Belohnung: gemeinsam Pizza im AWP-Zelt. Das ist der Moment, in dem man zusammensitzt, lacht, die Erlebnisse des Tages teilt. Keine Busse mehr um die Zeit – also Taxi zurück. Zuhause wartet die Badewanne. Und dann: ins Bett fallen. Zufrieden, erschöpft, aber mit dem Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben.
Ein Unterschied zum Büro
Muskelkater hin oder her. Die 30.000 Schritte, die Hitze, die Wasserausgabe in der Sonne – all das ist vergessen, wenn das Stadion jubelt, wenn Mike Schwenke auf den Schultern von der Bühne getragen wird, wenn Nina nach 5000 Metern durchs Ziel läuft.
Das hier ist etwas anderes als ein Tag im Büro. Es ist anstrengend, fordernd und manchmal echt hart. Aber es ist auch erfüllend. Denn am Ende zählen nicht die Schritte oder die geschwitzten Liter. Was zählt, sind die Menschen, die Momente, die Gemeinschaft. Und das Gefühl, einen kleinen Teil zu diesem großen Ganzen beigetragen zu haben.