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Mein Heimnetz war lange Zeit simpel aufgebaut: Fritzbox anschließen, WLAN aktivieren, fertig. Das lief stabil, keine Frage. Aber je mehr Geräte hinzukamen, desto stärker wuchs der Wunsch nach klarer Trennung, mehr Kontrolle und vor allem einer sauberen VPN-Integration.
Deshalb habe ich den GL.iNet MT6000 hinter meiner Fritzbox integriert – nicht als Ersatz, sondern als zweite, bewusst getrennte Router-Ebene.
Ausgangslage: Alles lief über die Fritzbox
Vor der Umstellung waren sämtliche Geräte direkt mit der Fritzbox verbunden:
- Smartphones
- Tablets
- PCs
- Smart-Home-Geräte
Technisch funktionierte das. Aber sicherheitstechnisch und strukturell war mir das zu unübersichtlich. Besonders das Thema VPN war unbefriedigend gelöst, weil ich es auf jedem Gerät separat aktivieren musste.
Die neue Struktur mit dem GL.iNet MT6000
Heute sieht mein Setup anders aus – und deutlich strukturierter.
Netzwerkaufbau
- Die Fritzbox stellt weiterhin die Internetverbindung bereit.
- Der GL.iNet MT6000 ist per LAN an die Fritzbox angeschlossen.
- Mobiltelefone, Tablets und PCs verbinden sich ausschließlich mit dem WLAN des MT6000.
- Smart-Home-Geräte bleiben direkt im Fritzbox-Netz.
Damit existieren zwei klar getrennte Netzbereiche:
- Smart-Home-Netz (direkt über Fritzbox, ohne VPN)
- Arbeits- und Privatgeräte (über MT6000 mit VPN)
Diese Trennung sorgt für mehr Übersicht und reduziert potenzielle Sicherheitsrisiken.
VPN mit fester IP für mobile Geräte und PCs
Der entscheidende Vorteil des GL.iNet MT6000 ist die zentrale VPN-Steuerung.
Auf dem Router läuft NordVPN via WireGuard. Das bedeutet:
- Mobiltelefone, Tablets und PCs gehen automatisch über die VPN-Verbindung ins Internet
- Alle diese Geräte nutzen eine feste VPN-IP-Adresse
- Kein separates Aktivieren einer VPN-App auf den Endgeräten
Das hat zwei Vorteile:
- Konsistente öffentliche IP-Adresse für meine Arbeitsgeräte
- Einheitlicher Schutz für alle sensiblen Clients
Gerade bei Remote-Zugängen oder IP-basierten Freigaben ist eine feste VPN-IP sehr hilfreich.
Warum die Smart-Home-Geräte direkt im Internet bleiben
Smart-Home-Geräte wie:
- Steckdosen
- Sensoren
- Sprachassistenten
- Kameras
bleiben bewusst direkt im Fritzbox-Netz ohne VPN.
Der Grund ist pragmatisch:
Viele Smart-Home-Cloud-Dienste reagieren empfindlich auf VPN-Verbindungen oder blockieren diese teilweise. Zudem benötigen diese Geräte keine feste IP-Adresse oder erhöhte Anonymisierung.
Durch die Netztrennung stelle ich sicher, dass:
- Smart-Home-Geräte unabhängig funktionieren
- Meine Arbeitsgeräte dennoch geschützt sind
- Keine unnötigen Komplikationen durch VPN-Routing entstehen
Praxiserfahrung im Alltag
Seit der Umstellung läuft das Setup stabil.
Performance
Der GL.iNet MT6000 liefert mit WiFi 6 ausreichend Leistung für mehrere gleichzeitige Geräte. Auch mit aktivem WireGuard-VPN sind Streaming, Videokonferenzen und große Downloads problemlos möglich.
Stabilität
Die Trennung der Netzbereiche hat sogar für mehr Ruhe im Netzwerk gesorgt. Keine Konflikte, keine merkwürdigen Erreichbarkeitsprobleme.
Sicherheit
Der größte Vorteil ist das strukturierte Sicherheitskonzept:
- Sensible Geräte laufen dauerhaft über VPN mit fester IP
- Smart-Home bleibt isoliert im separaten Netz
- Kein manuelles Aktivieren von VPN-Clients mehr
Fazit: Klare Struktur statt Einheitsnetz
Der GL.iNet MT6000 im Einsatz hinter der Fritzbox hat mein Heimnetz nicht nur sicherer, sondern auch sauberer strukturiert.
Die Kombination aus:
- zentralem VPN mit fester IP
- getrennten Netzbereichen
- stabiler WiFi-6-Performance
- flexibler OpenWrt-Basis
macht das Setup langfristig wartungsarm und nachvollziehbar.
Für mich war die Umstellung ein logischer Schritt. Nicht weil die Fritzbox schlecht wäre – sondern weil ein klar segmentiertes Netzwerk mit zentralem VPN einfach besser zu meinem Nutzungsprofil passt.
Und genau darum geht es am Ende:
Nicht mehr Technik – sondern bessere Struktur.
