Steam Deck – mein Reise- und Wohnzimmer-Setup inklusive GeForce Now


Das Steam Deck hat sich für mich ziemlich schnell vom netten Spielzeug zum festen Bestandteil meines Alltags entwickelt. Angefangen hat alles klassisch als Handheld für Reisen. Inzwischen ist das Gerät aber genauso fest in mein Setup zu Hause integriert – inklusive Docking-Station, Ethernet, Gamepad und Cloud-Gaming über GeForce Now.

Diese Kombination aus mobilem Handheld, leisem Wohnzimmer-System und Cloud-Power ist für mich aktuell die ideale Lösung.


Unterwegs: Das Steam Deck als echter Reisebegleiter

Auf Reisen nutze ich das Steam Deck ganz klassisch als Handheld. Ich habe damit bereits einige Stunden in Zügen und Flugzeugen überstanden. Gerade auf längeren Strecken ist das ein echter Gamechanger. Statt Serien zu schauen oder auf dem Smartphone herumzuwischen, starte ich einfach meine Steam-Bibliothek und spiele dort weiter, wo ich aufgehört habe.

Natürlich ist das Steam Deck unterwegs kein High-End-Gaming-PC. Bei anspruchsvollen Spielen muss man die Grafikdetails reduzieren oder die Bildrate begrenzen. Dafür bekommt man aber ein erstaunlich rundes mobiles Spielerlebnis, das deutlich über klassische Handheld-Konsolen hinausgeht.


Zuhause: Das Steam Deck verschwindet hinter dem Schreibtisch

Zuhause sieht mein Steam-Deck-Einsatz komplett anders aus. Das Gerät hängt bei mir am Skadis-Board hinter dem Schreibtisch. Dort steckt es dauerhaft in einer Docking-Station, ist per LAN-Kabel mit dem Internet verbunden und hat ein Gamepad angeschlossen.

In dieser Konfiguration nutze ich das Steam Deck nicht mehr als Handheld, sondern als zentrale Gaming-Plattform. Der entscheidende Punkt: Ich spiele abends nicht lokal auf dem Gerät, sondern über Cloud Gaming.


GeForce Now: AAA-Gaming ohne Gaming-PC

Abends, beim Abschalten, laufen bei mir viele Spiele über GeForce Now.

GeForce Now ist ein Cloud-Gaming-Dienst von NVIDIA. Die Spiele laufen nicht auf dem Steam Deck selbst, sondern auf leistungsstarken Windows-Servern in Rechenzentren. Das Bild wird als Stream an das Steam Deck übertragen, Eingaben gehen zurück an den Server.

Das Steam Deck dient in diesem Szenario nur als Anzeige- und Eingabegerät – die komplette Rechenarbeit passiert in der Cloud.

Der große Vorteil:
Ich bekomme die Grafikqualität eines leistungsstarken Gaming-PCs, ohne dass bei mir ein Gaming-PC laufen muss.


Warum das Steam Deck perfekt zu GeForce Now passt

In Verbindung mit Docking-Station und kabelgebundenem Internet funktioniert GeForce Now auf dem Steam Deck erstaunlich gut. Mit stabiler Verbindung fühlt sich das Spielen nahezu wie lokal an.

Für mich ergeben sich daraus klare Vorteile:

  • AAA-Spiele laufen mit deutlich höherer Grafikqualität als lokal auf dem Steam Deck
  • Weniger Stromverbrauch, da kein Gaming-PC aktiv ist
  • Deutlich leiser, weil keine GPU- oder CPU-Lüfter laufen
  • Das Steam Deck bleibt kühl und unauffällig im Dock

Gerade abends ist das ein großer Pluspunkt. Statt eines laut aufdrehenden Rechners läuft nur das Steam Deck, während die eigentliche Arbeit in der Cloud erledigt wird.


Lokal unterwegs, Cloud zu Hause – der fließende Wechsel

Das Schöne an diesem Setup ist der nahtlose Wechsel.
Unterwegs spiele ich lokal auf dem Steam Deck. Zuhause wird es ins Dock gesteckt und übernimmt die Rolle einer Streaming-Konsole über GeForce Now.

Keine doppelte Hardware, kein Umgewöhnen, keine separaten Systeme. Alles läuft über dieselbe Steam-Bibliothek und dasselbe Gerät.


Was nicht geht: Shooter mit Windows-basierter Anti-Cheat-Software

So flexibel das Steam Deck auch ist, es gibt eine klare Einschränkung:
Bestimmte Multiplayer-Shooter funktionieren unter SteamOS nicht oder nur eingeschränkt.

Der Grund ist fast immer die Anti-Cheat-Software.

Das technische Problem dahinter

Das Steam Deck läuft standardmäßig mit SteamOS auf Linux-Basis.
Viele kompetitive Shooter setzen jedoch auf Anti-Cheat-Systeme, die tief in Windows eingreifen und ein Windows-Kernel-Umfeld erwarten.

Dazu gehören unter anderem:

  • Easy Anti-Cheat in nicht freigegebenen Konfigurationen
  • BattlEye ohne Linux-Support
  • Eigene Kernel-Treiber einzelner Publisher

Wenn ein Spiel eine solche Lösung nutzt, startet es entweder gar nicht oder der Multiplayer ist gesperrt.


Typische betroffene Spiele

Stand heute sind unter SteamOS problematisch oder nicht spielbar:

  • Call of Duty (neuere Teile, Multiplayer)
  • Valorant
  • Destiny 2
  • Rainbow Six Siege
  • Fortnite (lokal)

Wichtig: Das ist keine Schwäche des Steam Decks, sondern eine bewusste Entscheidung der Publisher, Linux nicht zu unterstützen.


Warum GeForce Now dieses Problem löst

Genau hier zeigt GeForce Now seine größte Stärke.

Da GeForce Now auf Windows-Servern läuft, funktionieren dort auch alle Windows-Anti-Cheat-Systeme ganz normal. Für das Spiel sieht es so aus, als würde es auf einem klassischen Windows-Gaming-PC laufen.

Das bedeutet:

  • Multiplayer-Shooter laufen problemlos
  • Keine Anti-Cheat-Sperren
  • Kein Risiko durch Inkompatibilität
  • Volle Online-Funktionalität

Für mich ist das der eleganteste Weg, Shooter auf dem Steam Deck zu spielen, ohne Windows lokal installieren zu müssen.


Warum ich bewusst kein Windows auf dem Steam Deck nutze

Natürlich könnte man Windows direkt auf dem Steam Deck installieren. Dann würden auch die meisten Anti-Cheat-Shooter lokal laufen.

Für mich überwiegen dabei aber die Nachteile:

  • Mehr Bastelaufwand
  • Schlechtere Akkulaufzeit
  • Mehr Hitze und Lüftergeräusche
  • Weniger Komfort als SteamOS

In Kombination mit GeForce Now brauche ich diesen Schritt einfach nicht.


Fazit: Für mich aktuell die beste Kombination

Das Steam Deck ist für mich weit mehr als nur eine mobile Konsole. Es ist Reise-Handheld, Dock-System und Cloud-Gaming-Client in einem.

Unterwegs spiele ich lokal. Zuhause nutze ich GeForce Now für maximale Grafikqualität, weniger Stromverbrauch und ein angenehm leises Setup. Shooter mit Windows-Anti-Cheat verlieren damit ihren Schrecken, ohne dass ich mein System umbauen muss.

Für alle, die viel unterwegs sind und abends trotzdem AAA-Titel spielen wollen, ist diese Kombination aus meiner Sicht eine der spannendsten Lösungen aktuell.

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