SUNLU AMS Heater Upgrade: Mein AMS wird zur aktiven Filament-Trocknungsstation


Wer mit einem BambuLab P1S druckt, weiß: Die Druckqualität ist ab Werk bereits auf sehr hohem Niveau. Auch ich war damit von Anfang an zufrieden.
Trotzdem wollte ich noch ein wenig mehr herausholen – und zwar an einer Stelle, die im 3D-Druck gerne unterschätzt wird: beim Filament.

Denn selbst der beste Drucker liefert keine guten Ergebnisse, wenn das Filament Feuchtigkeit gezogen hat. Genau aus diesem Grund habe ich mir das SUNLU AMS Heater Upgrade zugelegt und meine AMS zu einer aktiven Filament-Trocknungsstation umgebaut.

Warum überhaupt ein AMS Heater?

Der Hintergrund meines Kaufs war simpel: Ich wollte die ohnehin schon sehr gute Druckqualität meines BambuLab P1S weiter verbessern, indem ich das Filament dauerhaft trocken halte.
Einen ausführlichen Artikel zum Drucker selbst habe ich bereits hier.

Feuchtes Filament führt schnell zu typischen Problemen wie Stringing, unsauberen Oberflächen, Bläschen oder knisternden Geräuschen beim Drucken. Externe Filamenttrockner funktionieren zwar, bedeuten aber ein weiteres Gerät, zusätzlichen Platzbedarf und mehr Aufwand. Das SUNLU-Upgrade setzt genau hier an.

Lieferung und erster Eindruck

Das SUNLU AMS Heater Upgrade wird ordentlich und sicher verpackt geliefert.
Was mir sofort positiv aufgefallen ist: Der neue Deckel ist komplett flach. Im Gegensatz zum originalen AMS-Deckel kann man nun problemlos etwas oben darauf abstellen. Das klingt zunächst unspektakulär, erweist sich im Alltag aber als sehr praktisch, gerade wenn rund um den Drucker wenig Platz vorhanden ist.

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • der Heiz-Deckel selbst
  • eine kleine Tüte mit Zubehör für den Einbau

Mehr braucht es auch nicht.

Einbau: schnell erledigt

Der Einbau war angenehm einfach. Der SUNLU-Deckel ersetzt direkt den originalen AMS-Deckel:

  1. Originalen Deckel abschrauben
  2. SUNLU-Deckel aufsetzen
  3. Anschließen
  4. Fertig

Nach rund 15 Minuten war alles erledigt und ich konnte den Trocknungsvorgang direkt starten. Genau so sollte ein Upgrade funktionieren.

Einstellungen und Funktionen des SUNLU AMS Heaters

Interessant sind vor allem die Einstellmöglichkeiten. Über das integrierte Bedienfeld lässt sich die Temperatur flexibel einstellen, abhängig vom verwendeten Filament. Der Regelbereich liegt ungefähr zwischen 35 °C und 70 °C bei einem Verbrauch von ca. 10W.

  • PLA benötigt in der Regel nur niedrige Temperaturen
  • PETG und ABS liegen im mittleren Bereich
  • Nylon und ähnliche Materialien profitieren von höheren Temperaturen

Zusätzlich bietet das Gerät einen Feuchtigkeitsmodus. Dabei reagiert der Heater automatisch auf die Luftfeuchtigkeit im AMS: Steigt sie über einen definierten Wert, beginnt das System zu heizen, sinkt sie wieder, wird der Heizvorgang beendet. Alternativ kann auch eine feste Laufzeit eingestellt werden, inklusive sehr langer Trocknungszeiten.

Wichtig zu wissen:
Alle vier Filament-Slots werden immer gemeinsam beheizt. Eine individuelle Temperatursteuerung pro Spule ist nicht möglich. Bei gemischten Materialien muss man daher einen sinnvollen Kompromiss wählen.

Nutzen im Alltag

Der größte Vorteil liegt klar auf der Hand: Filament trocknen und gleichzeitig drucken.
Kein externes Trocknungsgerät, kein Umspulen und kein zusätzlicher Platzbedarf. Das Filament bleibt dort trocken, wo es benötigt wird – direkt im AMS.

Gerade bei längeren Druckpausen oder bei feuchtigkeitsempfindlichen Materialien ist das ein spürbarer Vorteil und macht das gesamte Setup deutlich komfortabler.

Fazit

Unterm Strich habe ich für knapp über 100 Euro meine AMS zu einer aktiven Filament-Trocknungsstation umgebaut – und genau das war mein Ziel.

Der Einbau ist schnell erledigt, die Bedienung unkompliziert und der Nutzen im Alltag sofort spürbar. Für mich ist das SUNLU AMS Heater Upgrade eine klare Kaufempfehlung für alle, die aus ihrem Bambu-Setup noch ein wenig mehr Qualität herausholen möchten.

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