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Wer mir hier schon länger folgt, weiß: Die Insta360 X4 war bei mir ziemlich oft im Einsatz. Ob unterwegs, auf Tour oder einfach zum Ausprobieren neuer Perspektiven – die Kamera hat mich lange begleitet. Entsprechend skeptisch war ich, als Insta360 mit der X5 um die Ecke kam. Größer, besser, weiter? Oder einfach nur ein klassisches Modell-Update?
Nach einigen Wochen mit der Insta360 X5 wird es Zeit für einen ehrlichen Vergleich. Kein Marketing-Sprech, kein Datenblatt-Ablesen, sondern die entscheidende Frage: Lohnt sich das Upgrade von der Insta360 X4 auf die X5 wirklich?
Den ausführlichen Erfahrungsbericht zur X4 findest du hier:
Warum überhaupt ein Upgrade von der Insta360 X4 auf die X5?
Die X4 war – und ist – eine starke 360-Grad-Kamera. 8K-Video, gute Stabilisierung, zuverlässige App. Trotzdem gibt es Punkte, die im Alltag immer wieder auffallen: schwächere Low-Light-Aufnahmen, empfindliche Linsen und der Wunsch nach etwas mehr Reserven bei längeren Einsätzen.
Genau hier setzt Insta360 bei der X5 an. Auf dem Papier klingt vieles nach sinnvollen Verbesserungen. Entscheidend ist aber, was davon draußen wirklich ankommt.
Technische Unterschiede: Insta360 X5 vs X4 im Überblick
Videoauflösung und Bildqualität
Beide Kameras filmen in 8K. Der Unterschied liegt weniger in der reinen Auflösung, sondern im Bild selbst. Die X5 nutzt größere Sensoren (1/1,28 Zoll statt 1/2 Zoll bei der X4). Das macht sich vor allem bei Details und im Dynamikumfang bemerkbar. Schatten saufen weniger ab, helle Bereiche wirken kontrollierter.
Sensor und Low-Light-Performance
Das ist für mich einer der größten Unterschiede. Die X4 kommt bei wenig Licht relativ schnell an ihre Grenzen. Die X5 schlägt sich hier deutlich besser. Insta360 nennt das „PureVideo“, im Alltag bedeutet das schlicht: weniger Rauschen, stabilere Belichtung und brauchbarere Clips in Situationen, in denen ich die X4 oft schon stecken gelassen habe.
Bildstabilisierung (FlowState)
FlowState bleibt FlowState – und das ist weiterhin eine der größten Stärken von Insta360. Beide Kameras liefern extrem ruhige Aufnahmen. Die X5 wirkt dabei minimal souveräner, vor allem bei schnellen Richtungswechseln. Kein radikaler Sprung, aber spürbares Feintuning.
Audio und Mikrofone
Auch beim Ton gibt es keine Revolution, aber eine Verbesserung. Windgeräusche werden besser gefiltert, Stimmen wirken etwas klarer. Für O-Töne und schnelle Clips reicht das vollkommen aus, externe Mikrofone bleiben aber weiterhin die bessere Wahl.
Handling und Alltag: Was fühlt sich wirklich anders an?
Bedienung und Display
Die Bedienung ist Insta360-typisch intuitiv. Wer die X4 kennt, findet sich sofort zurecht. Display, Menüs und Touch-Gesten fühlen sich vertraut an. Eine Umgewöhnung ist nicht nötig.
Akku und Laufzeit
Der Akku der X5 ist etwas größer. In der Praxis bedeutet das ein paar Minuten mehr Aufnahmezeit. Kein Quantensprung, aber gerade bei längeren Sessions angenehm. Auch die Wärmeentwicklung wirkt besser kontrolliert als bei der X4.
Robustheit und Zuverlässigkeit
Ein echtes Highlight der X5 sind die austauschbaren Linsen. Wer schon einmal eine 360-Grad-Kamera mit verkratzter Linse hatte, weiß, wie ärgerlich das ist. Hier punktet die X5 ganz klar. Zusätzlich ist sie bis 15 Meter wasserdicht, die X4 nur bis 10 Meter.
Software und App – Evolution statt Revolution
Die Insta360 App bleibt eine der größten Stärken des Systems. Reframing, KI-Unterstützung, schnelle Exporte – alles funktioniert gewohnt gut. Die X5 bringt hier neue Optionen und etwas mehr Feinschliff, aber keine komplett neue Welt.
Wer von der X4 kommt, fühlt sich sofort zu Hause.
Insta360 X5 vs X4 – Der direkte Vergleich
Das spricht für die Insta360 X5
- Deutlich bessere Low-Light-Performance
- Größere Sensoren und stabileres Bild
- Austauschbare Linsen
- Etwas längere Akkulaufzeit
- Mehr Reserven für anspruchsvolle Einsätze
Das spricht für die Insta360 X4
- Immer noch sehr gute Bildqualität
- Deutlich günstiger erhältlich
- Für Tageslicht und Standardanwendungen absolut ausreichend
Mein persönliches Fazit nach dem Umstieg
Das Upgrade von der Insta360 X4 auf die X5 fühlt sich nicht spektakulär an – aber konsequent. Die Verbesserungen liegen im Detail, genau dort, wo man sie im Alltag braucht. Vor allem Low-Light-Performance, Robustheit und die größere technische Reserve machen für mich den Unterschied.
Wenn du deine X4 nur gelegentlich nutzt und hauptsächlich bei guten Lichtbedingungen filmst, kannst du problemlos bei ihr bleiben. Wenn du aber viel unterwegs bist, deine Kamera regelmäßig einsetzt und dich über die kleinen Schwächen der X4 schon öfter geärgert hast, dann ist die X5 der logische nächste Schritt.
FAQ
Lohnt sich das Upgrade von der Insta360 X4 auf die X5?
Ja, wenn du bessere Low-Light-Aufnahmen, mehr Robustheit und zusätzliche Reserven möchtest.
Was sind die größten Unterschiede zwischen Insta360 X5 und X4?
Größere Sensoren, bessere Low-Light-Performance und austauschbare Linsen.
Ist die Bildqualität der Insta360 X5 deutlich besser?
Bei Tageslicht nur leicht, bei wenig Licht klar sichtbar.
Für wen reicht die Insta360 X4 weiterhin aus?
Für Gelegenheitsnutzer, Reisen bei gutem Licht und klassische 360-Grad-Aufnahmen.