Mikrozensus – ich habe mich informiert

Wie bereits hier berichtet werde ich ja in der kommenden Woche von einer Interviewerin, die mit mir einen Fragenbogen zur Mikrozensus-Umfrage ausfüllen wird, besucht.
Jetzt bin ich natürlich schon einmal vorab am suchen, was dort auf mich zukommen wird. Verweigern kann ich mich schon mal nicht, denn wie vom Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein berichtet, entspricht die Umfrage den „verfassungsrechtlichen Vorgaben“.
Ein Tipp habe ich noch bei blawg gefunden.

Die freundliche Interviewerin ist jedoch mit einer schriftlichen Befragung einverstanden, wenn man erst ab 20 Uhr Zeit hat

Aber da es sich hierbei eher um ein Fragebuch handelt, bin ich doch der Meinung die Dame darf es für mich ausfüllen. Sie wird ja schließlich auch dafür bezahlt und ein Glas Wasser werde ich auch noch für Sie haben.
Sehr überrascht haben mich die Meinungen von anderen hierzu. Im oben bereits genannten Blawg gibt es einige sehr extreme Meinungen.

  • hier wird die Demokratie mit Füßen getreten
  • Vielmehr erinnert Sie mich, an Vorgehensweisen totalitärer Regieme.
    In 30 Jahren DDR-Staatszugehörigkeit ist mir so etwas nicht passiert!
  • Schlimmer noch als der Stasi- Staat in welchem ich zwar aufgewachsen und überwacht, aber doch in Ruhe gelassen worden bin!
  • Es ist sehr erschreckend was für Kommentare dort abgegeben werden.
    In fast allen Europäischen Ländern gibt es eine solche Mikrozensus-Umfrage und es werden sich genug Datenschützer mit diesem Thema beschäftigt haben. Ich bin sicher nicht der erste und werde auch nicht der letzte sein und somit wird die Interviewerin bei mir nett empfangen. Ich werde hier mal versuchen mit einem guten Beispiel vor ran gehen, denn Sie macht ja auch nur Ihren Job. Festhalten möchte ich hier natürlich auch, dass ich damit nicht einverstanden bin, aber vielleicht habe ich ja, nachdem ich hier auserwählt wurde, auch beim Loto spielen soviel Glück.
    Zum Abschluss vielleicht noch das:
    Bei jeder Ratezahlung müssen die Leute angeben wo sie wohnen, das Einkommen angeben, Arbeitgeber nennen, aber wenn es darum geht eine Anonyme-Befragung auszufüllen, verfällt man in eine Abwehrhaltung, die ich nicht nachvollziehen kann.

    Erhebungs Formular Mikrozensus 2005

    9 Gedanken zu „Mikrozensus – ich habe mich informiert

    1. Betroffene hört sich wieder mal an, als wenn man verfolgt würde. Wie ich bereits geschrieben habe, finde ich die Fragen nicht sehr schlimm und Privat. Viele Menschen die im Internet unterwegs sind, hinterlassen mehr Daten, als man dies bei der Mikrozensus-Befragung beantworten soll.

    2. hallo leute,
      das ist doch kein problem! bei mir in österreich gibt es so etwas auch, und die haben es seit mai probiert mich zu befragen, aber ich war leider nie zu hause :-)… werde auch nichts beantworten, komme da was wolle, von mir kriegen die keine daten!
      also keine angst: einfach nicht zu hause sein, und die zetteln der interviewer in der post oder an der türe einfach wegwerfen!

    3. Hallo alle Mikrozensus Geschädigte, hallo Martin!

      Auch ich werde von unserem Staat seit Januar 2008 mit diesem Thema (in Berlin) gequält.
      Leider glaube ich nicht mehr an den Datenschutz in Deutschland. Um, nur beim aktuellen Thema zu bleiben, wurde meiner Nachbarin
      zusammen in einem A4 Couvert, postialisch an sie adressiert, mein persönliches Anschreiben vom Amt für Statistik zugestellt. Klar ist sie auch daran beteiligt wie ich von ihr erfahren habe. Man spart eben mal Porto beim Staat und selbiger erklärt mir etwas über Datenschutz – Klasse!
      Auch mir wurde Mitte September bereits ein Zwangsgeld angedroht. Mein Widerspruch wurde über 4! A4-Seiten vor drei Wochen logischerweise abgelehnt. Doch das besondere, dreiste und Machtdemonstrative vom Staat las ich im erwähnten Septemberschreiben.
      Zitat:
      Z W A N S G E L D A N D R O H U N G:
      „Sollten Sie Ihrer Auskunftspflicht nicht innerhalb der genannten Frist nachkommen, werde ich gegen Sie ein Zwangsgeld in Höhe von 300,00 € festsetzen. Ich drohe Ihnen dieses Zwangsmittel hiermit an.“ (im Fettdruck)
      Weiter geht es mit den Drohungen wie folgt:
      „Die Androhung des Zwangsgeldes beruht auf § 15 Abs. 1, §§ 17, 20 und 23 VwVGBbg. Das angedrohte Zwangsgeld ist aufgrund der Wichtigkeit, richtige, vollständige und rechtzeitige Auskünfte zu erlangen, in dieser Höhe angemessen und auch geboten, weil Sie die geforderten Angaben bisher nicht gemacht haben.“
      Nächstes hat mich aus der Bahn geworfen!

      „Ich weise darauf hin, dass gemäß § 17 Abs. 2 VwVGBbg Zwangsmittel wiederholt und so lange angewendet werden können, bis die Verpflichtung erfüllt ist. Sollte das Zwangsgeld uneinbringlich sein, kann das Verwaltungsgericht nach vorheriger Anhörung gemäß § 21 VwVGBbg die Ersatzzwanghaft anordnen.“

      Sooo, jetzt zu meiner Realität!
      Das Zwangsgeld ist bei mir uneinbringlich – vorher käme das Jugendamt, ich bin derzeitig Hartz 4 Empfänger. Demnach bleibt mir nur der Freiheitsentzug vom Staat übrig weil ich Fragen zu statistischen Zwecken nicht beantworten möchte…..?!
      Der Staat droht mit mit Knast (logischerweise ist man dann auch Vorbestraft) weil ich Zahlungsunfähig zu statischen Zwecken bin? Da fällt mir nur die Stasi und Hitler ein. Im Unterschied zu jetzt haben beide „Systeme“ Dir es nicht vorher schriftlich angekündigt.
      Übrigens…., wie lange sitzt man dafür? Bis sie einen „weichgeprügelt“ haben oder notfalls lebenslänglich?
      Was ist denn das für ein genialer Staat!? Mich bekommen sie nicht weich – nicht mit solchen Methoden!
      Wenn ich irgendwann oben auf dem Dachboden hänge, war ich es bestimmt nicht selber, dann waren die es!!

      Laßt Euch nichts gefallen Leute und kämpft gegen solchen Unsinn mit diesen Sanktionen und Drohungen.
      Verkauft Euch nicht!!!

      Grüße aus Berlin von Kent

    4. Auch ich war in der „grosse Gewinner“ dieser Mikrozensus-Lotterie. Im März diesen Jahres hatte ich ein Kärtchen mit der Aufforderung zu einem Folge-Termin in meinem Briefkasten. MIKROZENSUS-WATTEN DAT????
      Hatte davon noch nie gehört-öffnete den Fragenkatalog und dachte es schrammt-soviele sensible Fragen zu meinem Einkommen, Arbeitgebern und andere leckere Fragen. Da dachte ich mir, da stimmt doch was nicht-ist diese Sache überhaupt seriös?
      Ich rief in meinem Brass bei der Interviewerin an und verbat mir , mich noch einmal zu Hause aufzusuchen und mich in Ruhe zu lassen.
      Das resultat hieraus-am 03.12.2008 bekam ich eine Anklageschrift vom hiesigen Amtsgericht Oranienburg, am Rande Berlins, wegen Beleidigung und Bedrohung !!!!
      Ich soll u.a. „Blöde Kuh“ gesagt haben, was die mir unterstellt und nicht der Wahrheit entspricht und noch eine andere Sache-es ist ungeheuerlich, dass eine solche „seriöse“ Person sich mir gegenüber profilieren will , die Staatsanwaltschaft belügt, um an ihrem recht zu kommen. Der Hammer-hierbei wurden insgesamt 3 weitere zeugen bestellt-mit denen ich noch nie Kontakt hatte, zum einen der Ehemann, sowie 2 Zeugen vom Amt, 1 mal aus Potsdam, 1mal aus Cottbus. Wahnsinn, wo die auf einmal alle herkommen, obwohl ich doch nur 3 Minuten mit der genannten Dame Telefoniert hatte.Wegen dieser Anschuldigungen habe ich meinerseits eine Strafanzeige wegen Verleumdung gestellt. Man sieht-auch wenn man einfach nur seine Ruhe haben möchte -kommt das Unheil von aussen hinein

      jetzt habe ich auch noch erfahren, dass mir diese befragung auch noch in den nächsten folgenden Jahre ansteht-ergo an 4 aneinander folgenden Jahren !!!!!
      Fakt ist-ich beziehe seit kurzem Hartz4, und werde mich im nächsten Jahr dagegen wehren-bzw. mich verweigern. Mir ist es egal, was die mir androhen-ich mache es einfach nicht nocheinmal !!!
      Angeblich werden pro Jahr nur 1 Jahr der haushalte befragt und wieviel Prozent werden es demnächst werden??
      Gibt es denn nicht einen Zusammenschluss von Menschen, die sich zusammen tun, und eine Gesetzesänderung per Gerichtsbeschluss zu erwirken??
      Ich wäre in jedem Falle dabei!!!
      Es wird mit Sicherheit auch einige Menschen unter den Befragten sein, die sich nicht gern in ihren Einkünften sehen lassen wollen, da sie Selbständig sind. Da muss doch etwas machbar sein ??
      Ich jedenfalls bin bedient-und nun noch gerichtlichen Ärger. Was ist bloss aus unserer Demokratie geworden??
      Bei Interesse an einem Zusammenschluss, zwecks Gesetzesänderung, oder für die Info hierzu hinterlasse ich meine eMail-Adresse.
      MfG

    5. Mikrozensus ist zwar jetzt schon ne Weile her, aber der Zensus 2011 kommt und es wird zusehends immer schlimmer mit der Datenkrake Deutschland. Das, was dem normalbürger noch bleibt, sind wohl nur noch falsche und verschleierte Antworten. Generell kann ein solches Staatsgefüge nur noch dadurch existieren, weil es es noch genug Leute gibt, die wenigen machthungrigen Leuten folgen, aus welchen Gründen auch immer. Darauf haben schon Diktaturen gegründet und die vermeintliche Republik jetzt ist nur in einigen Zügen besser.
      Leider haben die Menschen vergessen, was Freiheit bedeutet und wie hart unsere Väter und Ahnen dafür gekämpft haben, und ungezählte sind dafür gestorben. Oder wie es der Spruch aus einem bekannten Sandalenfilm sagt: Freiheit kostet Blut!
      Aber solange die Menschen noch ein Dach über dem Kopf haben ( und gezählt werden) nicht verhungern, und es einigermaßen warm ist, das Amt die nächste Flasche zahlt, geht es weiter. Wann endlich wacht das Volk auf, rebbeliert,und sorgt für eine neue Staatsform? Die wenigen, die bis jetzt aktiv sind, langen bei weitem nicht. Schlimmer – die werden beobachtet und bei drohender Gefahr, da ja schon bekannt, festgesetzt.
      Die Mailadresse hier steht, und wenn es freiheitliche Gruppen gibt, sollen Sie sich bei mir melden. Ich für mich habe entschieden, Deutschland zu verlassen , da ich dann den größtmöglichen Schaden verursache ( keine Steuern zahlen) und nicht greifbar bin. Jedoch nicht dsie Allgemeinheit schädige durch Sozialbezug und gleichzeitig trotzdem mein Leben weitergestalten kann.
      VIele Grüße an die daheim gebliebenen!

    6. Wenn der Mißt ins Haus flatter- nicht öffnen! Einfach in nächsten Postkasten schmeissen, damit das Amt dat ganze wieder zurück bekommt! Das Schreiben wird mehrmals kommen – wieder zurück und unfrankiert! Den Absender kenne ich nicht und Werbungspost schicke ich grundsätzlich zurück! Das müssen normalerweise alle machen, die noch bischen Verstand haben, damit die Ärsche oben merken, dass wir Menschen sind und keine Sclaven. Die noch an das Ganze ánonyme System glauben können wirklich nur „….das Glas Wasser an Interviewer/in rüeberreichen“! Was die Datenschützer prüfen oder sagen – alles gelogen und gekauft!

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